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António Nobre

António Nobre
Verlorene Kindheit   

 

Der Kindheit kecke Fahne liegt im Staube,
Keuscher Jasmin im Kruge ist verdorrt.
Zu fernen Himmeln flog der Liebe Taube -
Einst waren ihre Fl
ügel mir ein Hort.


Ewig bleibt wohl dies Licht! So war mein Glaube.
Und immer w
ährt der Tag! Und nie geht fort

Der Zauberschein des Monds über dem Laube;
Zum Schloß aus Elfenbein macht er den Ort.
 

Die goldenen Vögel der Kindheit: entflogen -
Mit Mondlicht füllten sie früher das Herz -
Hoch, weit, für immer den Blicken entzogen,

Und vergebens die Klage himmelwärts,
Sie kehrt zurück nach kurzem Bogen,
Das Reich der Kindheit, nie wieder kehrt's.






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