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Anteiro de Quental

Anteiro de Quental
 Romantisches Grab

Hier, wo sich bricht der Wellen Kette,
Die eintönig brausend ans Ufer schlagen,
Wo über allem die Winde klagen,
Hier sei meines Herzens letzte Stätte.

 Daß es die Sonnen der Einsamkeit hätte,
In den Gluten des Sommers, den trägen Tagen;
Die gewaltsamen Winde, die winters jagen,
Mögen aufwühlen rings sein trockenes Bette.

Bis es zerstört ist, zu Staub vergangen,
Unkennbarem, den die Winde fangen
Und mit den Wirbeln tragen ins Meer. 

Nun ist es der Kämpfe, des Sehnens bloß,
Seiner Liebe Narrheit: Geht ein in den Schoß
Des Meeres, bitter und liebeleer.


Fünfzehn Jahre


Ich liebe der Berge weite Schatten,
Die über die Kontinente sich dehnen;
Wie Spinnenarme die Felsensehnen
Aus schwarzem Gestein und dunklen Matten.

Das Auge kann seltsame Dinge sehen
In diesem Himmel! Welch glänzender Traum!
Visionen im schäumenden Meeressaum!
Und der großen Sterne ruhiges Gehen …

Ich liebe die Größe, dunkel und weit,
Die Idee - wie Blüte und Kraft so groß
Vom Riesenbaum, der über uns steht …

Doch du, Kind, zur Güte sei bereit,
Zu Lächeln und Lieben … So wenig bloß?
Für dich will ich, daß deine Kindheit besteht.






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